Biblioteca

trad. de Ernesto Castro.

Rainer Maria Rilke, Siete poemas fálicos (1915)

[Poemas traducidos por Ernesto Castro, el 21/05/2021, mientras esperaba a Luna Miguel, en celebración de su incumpleaños].

I

De pronto, la recogerrosas toma
todo el capullo del miembro vital
y frente al susto de la diferencia
menguan los [tiernos] jardines en ella.

Auf einmal fasst die Rosenpflückerin / die volle Knospe seines Lebensgliedes, / und an dem Schreck des Unterschiedes / schwinden die [linden] Gärten in ihr hin.

II

El verano que súbitamente eres
arrastró la semilla hacia un árbol empinado.
(De interior espacioso, siente dentro de ti
el arco de la noche donde ya maduró).
Ahora se alza y crece al firmamento
un reflejo que está junto a los árboles.
Tíralo, oh, para que, dado la vuelta,
conozca en tu regazo un contracielo
en el que recular y sobresalir de veras.
Un paisaje atrevido, como unas pitonisas
escrutando sus bolas. Ese adentro
donde caza el afuera de las estrellas.
[La muerte allí clarea, a fueras luce nocturna.
Y todos los que fueron allí están
junto a los que vendrán
y la masa se amasa en masa
tal y como lo estima el ángel].

Du hast mir, Sommer, der du plötzlich bist, / zum jähen Baum den Samen aufgezogen. / (Innen Geräumige, fühl in dir den Bogen / der Nacht, in der er mündig ist.) / Nun hob er sich und wächst zum Firmament, / ein Spiegelbild das neben Bäumen steht. / O stürz ihn, dass er, umgedreht / in deinen Schoß, den Gegen-Himmel kennt, / in den er wirklich bäumt und wirklich ragt. / Gewagte Landschaft, wie sie Seherinnen / in Kugeln schauen. Jenes Innen / in das das Draußensein der Sterne jagt. / [Dort tagt der Tod, der draußen nächtig scheint. / Und dort sind alle, welche waren, / mit allen Künftigen vereint / und Scharen scharen sich um Scharen / wie es der Engel meint].

III

Nuestras miradas cierran ese círculo
donde se funde en blanco la tensión perturbada.
Tu mandato ignorante pronto yergue
un pilar en mis bosques genitales.
Regalada por ti, la imagen de Dios está
en la tranquila encrucijada bajo mi ropa;
todo mi cuerpo lleva su nombre. Ambos
somos una provincia para aplicar su magia.
Tú decides si quieres convertirte en parterre
y en paraíso para el Hermes. Ríndete.
Para que del pilar alegremente demolido
se libere Dios entre sus enjambres.

Mit unsern Blicken schließen wir den Kreis, / dass weiß in ihm wirre Spannung schmölze. / Schon richtet dein unwissendes Geheiß / die Säule auf in meinem Schamgehölze. // Von dir gestiftet steht des Gottes Bild / am leisen Kreuzweg unter meinem Kleide; / mein ganzer Körper heißt nach ihm. Wir beide / sind wie ein Gau darin sein Zauber gilt. // Doch Hain zu sein und Himmel um die Herme / das ist an dir. Gieb nach. Damit / der freie Gott inmitten seiner Schwärme / aus der entzückt zerstörten Säule tritt.

IV

Tímida, no conociste las torres.
Pero ahora vas a percibir una
con el maravilloso
espacio que hay en ti. Tapa tu cara.
La levantaste, sin sospechar nada,
con un giro y un guiño y un vistazo.
Él ve la perfección súbitamente
y yo, bendito, me refiero a él.
¡Ah, qué apretado estoy allí!
Mímame para que salga a la cúpula:
para derramar, en tus suaves noches,
con el empuje de un misil que ciega regazos,
más emociones de las que poseo.

Schwindende, du kennst die Türme nicht. / Doch nun sollst du einen Turm gewahren / mit dem wunderbaren / Raum in dir. Verschließ dein Angesicht. / Aufgerichtet hast du ihn / ahnungslos mit Blick und Wink und Wendung. / Plötzlich starrt er von Vollendung, / und ich, Seliger, darf ihn beziehn. / Ach wie bin ich eng darin. / Schmeichle mir, zur Kuppel auszutreten: / um in deine weichen Nächte hin / mit dem Schwung schoßblendender Raketen / mehr Gefühl zu schleudern, als ich bin.

V

Cómo nos ha diluido el espacio tan holgado.
De pronto se recuerdan los excesos.
El ajenjo y la absenta ya se filtran
por el tamiz silencioso de una esencia amarga.
¿Cuántos somos? De mi cuerpo levanta 
un árbol nuevo su superpoblada corona
y se alza hacia ti: piensa qué sería
sin el verano que sobrevuela tu regazo.
¿Eres tú o soy yo a quien hacemos tan feliz?
¿Quién lo dirá? Allí menguamos. Tal vez
haya en la habitación un pilar de éxtasis
que sostiene la bóveda y cede lentamente.

Wie hat uns der zu weite Raum verdünnt. / Plötzlich besinnen sich die Überflüsse. / Nun sickert durch das stille Sieb der Küsse / des bittren Wesens Alsem und Absynth. / Was sind wir viel, aus meinem Körper hebt / ein neuer Baum die überfüllte Krone / und ragt nach dir: denn sieh, was ist er ohne / den Sommer, der in deinem Schoße schwebt. / Bist du's bin ich's, den wir so sehr beglücken? / Wer sagt es, da wir schwinden. Vielleicht steht / im Zimmer eine Säule aus Entzücken, / die Wölbung trägt und langsamer vergeht.

VI

¿De quién estamos cerca? ¿De la muerte
o de lo que aún no es? ¿Qué sería de la arcilla
en la arcilla si Dios no compusiera sintiendo
la figura que crece entre nosotros? Compréndelo:
este es mi cuerpo, el que ha resucitado.
Extráelo en silencio de la tumba caliente
a ese cielo que en ti poseo:
que osado salga a su supervivencia.
Tú, novísimo sitio de la ascensión profunda.
Tú, brisa oscura llena de polen veraniego.
Cuando sus mil espíritus retocen en ti
mi rígido cadáver será tierno de nuevo.

Wem sind wir nah? Dem Tode oder dem, / was noch nicht ist? Was wäre Lehm an Lehm, / formte der Gott nicht fühlend die Figur, / die zwischen uns erwächst.     Begreife nur: / das ist mein Körper, welcher aufersteht. / Nun hilf ihm leise aus dem heißen Grabe / in jenen Himmel, den ich in dir habe: / daß kühn aus ihm das Überleben geht. / Du junger Ort der tiefen Himmelfahrt. / Du dunkle Luft voll sommerlicher Pollen. / Wenn ihre tausend Geister in dir tollen, / wird meine steife Leiche wieder zart.

VII

¿Cómo te llamaré? Estas son las llamadas mudas
que se han vuelto dulces dentro de mí.
Ahora las meto en ti paso a paso
y mi semen se alza alegre cual niño.
Tú, montaña primitiva del goce: de pronto
salta a tu cresta interior sin aliento.
Ríndete y siente cómo se aproxima;
te hundirás si saluda desde arriba.

Wie rief ich dich. Das sind die stummen Rufe, / die in mir süß geworden sind. / Nun stoß ich in dich Stufe ein um Stufe / und heiter steigt mein Samen wie ein Kind. / Du Urgebirg der Lust: auf einmal springt / er atemlos zu deinem innern Grate. / O gieb dich hin, zu fühlen wie er nahte; / denn du wirst stürzen, wenn er oben winkt.